# Esperanto-Alphabet und Aussprache: 28 Buchstaben

Source: https://esperantopedia.org/de/lernen/alphabet/
Language: de
Updated: 2026-10-11

> Das Esperanto-Alphabet hat 28 Buchstaben mit je einem Laut. Alle Buchstaben mit Name, IPA, deutschem Vergleichslaut und Beispiel, dazu die Betonungsregel.

Das Esperanto-Alphabet hat **28 Buchstaben**: 5 Vokale (a, e, i, o, u) und 23 Konsonanten. Jeder Buchstabe hat einen Grundlaut, jeder wird gesprochen, und es gibt keine stummen Buchstaben. Sechs Buchstaben tragen ein Zeichen – **ĉ, ĝ, ĥ, ĵ, ŝ, ŭ** –, und die Buchstaben q, w, x und y gehören nicht zum Alphabet. Für Deutschsprachige ist das eine gute Nachricht: Fünf der sechs Laute kennst du als „tsch“, „dsch“, „ch“, „sch“ und als das j in „Journal“, und *ŭ* klingt wie das u in „au“.

## Alle 28 Buchstaben

Die Buchstabennamen folgen einem einfachen Muster: Ein Vokal heißt wie er klingt, ein Konsonant bekommt ein *-o* (*bo, co, ĉo*). Die deutschen Vergleichslaute sind Näherungen; die IPA-Spalte folgt dem PMEG, der maßgeblichen Referenzgrammatik.

| Buchstabe | Name | IPA | Klingt wie (Deutsch) | Beispiel |
|---|---|---|---|---|
| A a | a | [a] | *a* in „Mann“ | *akvo* – „Wasser“ |
| B b | bo | [b] | *b* in „Boot“, auch am Silbenende stimmhaft | *bona* – „gut“ |
| C c | co | [ts] | *z* in „Zeit“, *tz* in „Katze“ – nie *k* oder *s* | *paco* – „Frieden“ |
| Ĉ ĉ | ĉo | [tʃ] | *tsch* in „Tschüss“ | *ĉokolado* – „Schokolade“ |
| D d | do | [d] | *d* in „Dach“ | *domo* – „Haus“ |
| E e | e | [e] | *e* in „Beet“ – nie ein Schwa wie in „Liebe“ | *eta* – „winzig“ |
| F f | fo | [f] | *f* in „Fisch“ | *familio* – „Familie“ |
| G g | go | [ɡ] | *g* in „Gans“ – immer hart | *granda* – „groß“ |
| Ĝ ĝ | ĝo | [dʒ] | *dsch* in „Dschungel“ | *ĝardeno* – „Garten“ |
| H h | ho | [h] | *h* in „Hand“ – immer gesprochen | *hundo* – „Hund“ |
| Ĥ ĥ | ĥo | [x] | *ch* in „Bach“ | *ĥoro* – „Chor“ |
| I i | i | [i] | *i* in „Biene“ | *infano* – „Kind“ |
| J j | jo | [j] | *j* in „Jahr“ | *jes* – „ja“ |
| Ĵ ĵ | ĵo | [ʒ] | stimmhaftes *sch*: *j* in „Journal“, *g* in „Garage“ | *ĵurnalo* – „Zeitung“ |
| K k | ko | [k] | *k* in „Kind“ | *kato* – „Katze“ |
| L l | lo | [l] | *l* in „Land“ | *lingvo* – „Sprache“ |
| M m | mo | [m] | *m* in „Mann“ | *mano* – „Hand“ |
| N n | no | [n] | *n* in „Nase“ | *nokto* – „Nacht“ |
| O o | o | [o] | *o* in „Boot“ | *ovo* – „Ei“ |
| P p | po | [p] | *p* in „Pass“ | *pano* – „Brot“ |
| R r | ro | [r] | gerolltes R mit der Zungenspitze wie im Spanischen oder Italienischen | *rozo* – „Rose“ |
| S s | so | [s] | *s* in „Haus“, *ß* in „Fuß“ – immer stimmlos, auch am Wortanfang | *suno* – „Sonne“ |
| Ŝ ŝ | ŝo | [ʃ] | *sch* in „Schiff“ | *ŝipo* – „Schiff“ |
| T t | to | [t] | *t* in „Tag“ | *tago* – „Tag“ |
| U u | u | [u] | *u* in „Schuh“ | *urbo* – „Stadt“ |
| Ŭ ŭ | ŭo | [w] | kurzes *u* hinter einem Vokal: *au* in „Haus“ | *aŭto* – „Auto“ |
| V v | vo | [v] | *w* in „Wasser“ – nicht *v* wie in „Vater“ | *vivo* – „Leben“ |
| Z z | zo | [z] | stimmhaftes *s* wie in „Sonne“ und „Rose“ – nie *ts* | *zebro* – „Zebra“ |

Das *Fundamento de Esperanto* von 1905 beschreibt die Aussprache für jede Sprachfassung gesondert; die deutsche Fassung ist unter „Quellen“ verlinkt. Die deutschen Vergleichslaute oben sind Näherungen. Wichtiger als Genauigkeit sind reine Vokale wie im Spanischen oder Italienischen: kein Umlaut, kein Schwa am Wortende und keine Diphthongierung; ob ein Vokal lang oder kurz ist, spielt keine Rolle (PMEG).

## Wo liegt die Betonung?

Die Betonung liegt immer auf dem **vorletzten Vokal** des Wortes. Die Buchstaben *j* und *ŭ* sind keine Vokale und zählen deshalb nicht mit.

Jeder Vokal bildet eine Silbe; die betonte ist hervorgehoben

In *ĉiutage* „jeden Tag“ ist jedes *i* und *u* eine eigene Silbe, deshalb liegt die Betonung auf *ta*. In *Eŭropo* „Europa“ und *kiuj* „welche“ (Plural) bilden die Paare *eŭ* und *uj* jeweils eine Silbe.

| Wort | Silben | Bedeutung |
|---|---|---|
| *saluton* | sa-**LU**-ton | „Hallo“ |
| *familio* | fa-mi-**LI**-o | „Familie“ |
| *radio* | ra-**DI**-o | „Radio“ |
| *ankaŭ* | **AN**-kaŭ | „auch“ |
| *hodiaŭ* | ho-**DI**-aŭ | „heute“ |
| *Esperanto* | es-pe-**RAN**-to | „Esperanto“ |

Jedes *i* und *u* neben einem anderen Vokal ist eine volle Silbe, deshalb heißt es *fa-mi-LI-o* und nicht „fa-MI-li-e“ wie im Deutschen. Wenn in Gedichten oder Liedern die Substantivendung *-o* durch einen Apostroph ersetzt wird, bleibt die Betonung an ihrem Platz: *famili'* spricht man fa-mi-**LI**.

Das Deutsche betont Fremdwörter oft auf der letzten Silbe („Musík“, „Hotél“, „Universität“), das Esperanto nie: *muziko* mu-**ZI**-ko, *hotelo* ho-**TE**-lo, *universitato* u-ni-ver-si-**TA**-to, *politiko* po-li-**TI**-ko.

## Vokalpaare (Diphthonge)

Sechs Kombinationen verbinden einen Vokal mit *j* oder *ŭ* zu einer Silbe. Das PMEG beschreibt sie als Vokal plus Halbvokal; Lehrbücher nennen sie oft Diphthonge.

| Paar | Klingt wie | Beispiel |
|---|---|---|
| aj | *ai* in „Mai“ | *kaj* – „und“ |
| ej | *e* + *j* in einer Silbe, wie *ay* in englisch „day“ – nicht wie deutsches „ei“ | *plej* – „am meisten“ |
| oj | ähnlich wie *eu* in „heute“ | *hundoj* – „Hunde“ |
| uj | *ui* in „pfui“ | *kiuj* – „welche“ (Plural) |
| aŭ | *au* in „Haus“ | *aŭto* – „Auto“ |
| eŭ | *e* + *u* verschmolzen, **nicht** wie deutsches „eu“ in „Euro“ | *Eŭropo* – „Europa“ |

Wer *Eŭropo* mit deutschen Augen liest, sagt „Oiropo“. Richtig sind die beiden Vokale e und u in einer Silbe: eŭ-**RO**-po. In gewöhnlichen Wörtern steht *ŭ* fast immer hinter *a* oder *e*, und 2023 empfahl die Akademio de Esperanto, es bei neuen Wörtern dabei zu belassen. Nach einem Konsonanten schreibt das Esperanto *v*: *kvin* „fünf“ und *akvo* „Wasser“ klingen wie das deutsche „qu“ in „Qual“, nicht wie „kuin“.

## Wie spricht man das Esperanto-R?

Das PMEG empfiehlt ein **gerolltes R**, das an den Zähnen gebildet wird wie im Spanischen oder Italienischen. Ein gerolltes Zäpfchen-R, wie es manche französischen oder deutschen Akzente haben, gilt als ebenso richtig. In der Praxis verwenden Sprecher auch andere R-Laute und werden verstanden. Zwei Dinge zählen: Halte *r* von *l* getrennt (*revi* „träumen“ gegen *levi* „heben“), und verschlucke es nicht nach einem Vokal (*parko* „Park“ darf nicht wie *pako* „Paket“ klingen).

## Schreiben ohne ĉ, ĝ, ŝ: das h-System und das x-System

Wenn du die Buchstaben mit Zeichen nicht tippen kannst, gibt es zwei Ersatzschreibweisen. Das **h-System** stammt aus dem *Fundamento* selbst: Man schreibt *ch, gh, hh, jh, sh* und ein einfaches *u* statt *ŭ*. Vorsicht, wenn du Deutsch denkst: Im h-System steht *ch* für ĉ, nicht für das deutsche „ch“ (das ist ĥ, geschrieben *hh*). Das h-System kann mehrdeutig sein: *flughaveno* „Flughafen“ ist *flug·haven·o*, nicht *fluĝaveno*. Das **x-System** fügt das *x* hinzu, das kein Esperanto-Buchstabe ist: *cx, gx, hx, jx, sx, ux*. Es ist inoffiziell, aber eindeutig und im Internet verbreitet. Die Akademio de Esperanto akzeptierte Ersatzschreibweisen 2007 für technische Zwecke.

## Die Umschrift auf den Redewendungsseiten

Auf den Seiten mit [Redewendungen](https://esperantopedia.org/de/redewendungen/) steht neben jedem Satz eine Umschrift in deutscher Schreibweise, in der die **betonte Silbe in Großbuchstaben** steht. So liest du sie:

| Esperanto | Umschrift | Beispiel |
|---|---|---|
| c | z | *cent* → zent |
| ĉ | tsch | *ĉu* → tschu |
| ĝ | dsch | *ĝis* → dschis |
| ĥ | ch | *ĥoro* → CHO-ro |
| ĵ | zh (stimmhaftes *sch*) | *ĵaŭdo* → ZHAU-do |
| ŝ | sch | *ŝipo* → SCHI-po |
| s | ß am Silbenanfang vor Vokal, *p* oder *t* (in Großbuchstaben SS), sonst s | *saluton* → ßa-LU-ton, *studento* → ßtu-DEN-to, *estas* → ES-tas |
| z | s (stimmhaft wie in „Rose“) | *zebro* → SE-bro |
| v | w | *vivo* → WI-wo |
| aŭ, eŭ | au, e-u | *aŭto* → AU-to |
| j | j | *jaro* → JA-ro |

Das ß steht nur, damit du das *s* stimmlos sprichst: *Saluton* beginnt scharf wie „Haus“, nicht weich wie „Sonne“, und *studento* beginnt mit s-t, nicht mit „scht“ wie in „Student“. Ein *sc* wie in *scias* schreiben wir „sz“ (gesprochen s + z).

## Tipps für Deutschsprachige

- **c ist ein z.** *centro* spricht sich wie „Zentrum“: ZEN-tro. Nie wie k (wie in „Café“) und nie wie s.
- **z ist ein weiches s.** *zebro* „Zebra“ beginnt wie „Sonne“, nicht mit *ts* wie das deutsche „Zebra“.
- **s ist immer scharf.** Das deutsche *s* vor Vokalen ist stimmhaft („Sonne“); im Esperanto ist es stimmlos, auch am Wortanfang: *sano* „Gesundheit“, *sinjoro* „Herr“.
- **v ist ein w.** *vivo* „Leben“ klingt wie „Wiwo“, nicht wie das *f* in „Vater“.
- **j ist ein j.** *jaro* „Jahr“ spricht sich wie „JA-ro“. Hier hast du es leicht; *ĵ* ist dagegen ein eigener Buchstabe.
- **st und sp trennen.** Deutsch spricht „st“ und „sp“ am Silbenanfang als „scht“ und „schp“ („Student“, „Sport“). Im Esperanto bleiben es s-t und s-p: *stelo* „Stern“ ist s-te-lo, nicht „schtelo“. Ein „scht“ steht nur dort, wo *ŝ* geschrieben wird: *ŝtono* „Stein“.
- **Das Wortende bleibt voll.** *bone* „gut“ (Adverb) ist BO-ne, nicht „BO-nə“. Das *e* und das *a* am Ende werden deutlich gesprochen.
- **r bleibt ein Konsonant.** Das deutsche R nach Vokalen klingt oft wie ein „a“ („Tür“, „Park“). *Parko* muss ein hörbares R behalten.
- **b, d, g bleiben stimmhaft.** Das Deutsche verhärtet sie am Silbenende („Hund“ klingt wie „Hunt“). Sprich *sub* „unter“ mit stimmhaftem b, nicht „sup“.
- **h und ĥ unterscheiden.** *h* ist ein leichter Hauch, *ĥ* das „ch“ in „Bach“, nicht das „ch“ in „ich“. *Ĥ* ist der seltenste Buchstabe, und viele Wörter damit haben Formen mit *k*: *ĥemio* = *kemio* „Chemie“.

Nächster Schritt: die Wörter, die du zuerst hörst, findest du unter [Grundlegende Esperanto-Redewendungen](https://esperantopedia.org/de/redewendungen/grundlagen/).

## Häufige Fragen

### Wie viele Buchstaben hat das Esperanto-Alphabet?

Es hat 28 Buchstaben: das lateinische Alphabet ohne q, w, x und y, dazu sechs Buchstaben mit Zeichen: ĉ, ĝ, ĥ, ĵ, ŝ und ŭ.

### Spricht man Esperanto, wie man es schreibt?

Ja. Jeder Buchstabe steht für einen Laut, und jeder wird gesprochen. Wenn du die 28 Buchstaben und die Betonungsregel kennst, kannst du jedes Wort laut lesen.

### Wo liegt die Betonung bei Esperanto-Wörtern?

Immer auf dem vorletzten Vokal: *ta-BLO* ist falsch, *TA-blo* „Tisch“ ist richtig. Die Buchstaben *j* und *ŭ* zählen nicht als Vokale.

### Warum hat Esperanto Buchstaben wie ĉ und ŝ?

Jeder Laut braucht genau einen Buchstaben. Statt Buchstabengruppen wie deutsch *tsch* oder *sch* verwendet Esperanto einen einzigen Buchstaben mit Zeichen, damit die Schreibung nie mehrdeutig wird.

### Wie tippe ich ĉ, ĝ und ŝ?

Auf dem Telefon fügst du Esperanto zu deiner Tastatur hinzu (Gboard unterstützt es auf Android und iPhone) und hältst einen Buchstaben gedrückt, zum Beispiel *c* für *ĉ*. Am Computer installierst du eine Esperanto-Tastaturbelegung oder schreibst im x-System (*cx, gx, sx*); unsere Wörterbuchsuche und die Kursübungen wandeln es beim Tippen um.

## Quellen

- [PMEG: Literoj (Alphabet und Buchstabennamen)](https://bertilow.com/pmeg/skribo_elparolo/skribo/literoj.html)
- [PMEG: Bazaj elparolaj reguloj (Aussprache, Betonung, R, ĥ)](https://bertilow.com/pmeg/skribo_elparolo/elparolo/bazaj_reguloj.html)
- [Fundamento de Esperanto – Grammatik auf Deutsch (1905)](https://www.akademio-de-esperanto.org/fundamento/gramatiko_germana.html)
- [Akademio de Esperanto: Pri apartaj teknikaj bezonoj (2007)](https://www.akademio-de-esperanto.org/decidoj/apartaj_teknikaj_bezonoj.html)
- [Akademio de Esperanto: Deklaro pri la Esperanta litero ŭ (2023)](https://www.akademio-de-esperanto.org/decidoj/pri-la-litero-u.html)
- [Vikipedio: X-sistemo](https://eo.wikipedia.org/wiki/X-sistemo)
