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Grammatik

Esperanto Suffixe: alle 31 offiziellen mit Beispielen

Einunddreißig Suffixe machen aus einer Wurzel eine ganze Familie: Ort, Werkzeug, Person, klein, groß, weiblich und mehr.

Aktualisiert: 6 Min. Lesezeit

Esperanto hat 31 offizielle Suffixe. Jedes steht zwischen Wurzel und Endung und fügt eine Bedeutung hinzu: lern·ej·o „Schule“ ist „lernen + Ort“. Achtundzwanzig stammen aus dem Fundamento de Esperanto (1905); -aĉ- kam 1909 hinzu, -ism- 1919 und -end- 1953.

Sechs weitere Suffixe bilden Partizipien (-ant-, -int-, -ont-, -at-, -it-, -ot-). Zusammen mit den 10 Präfixen ergibt das 47 offizielle Affixe.

Alle 31 offiziellen Suffixe

SuffixBedeutungBeispieleÜbersetzung
-aĉ-schlechte Qualität, Verachtungdomaĉo, babilaĉi„Bruchbude, dummes Zeug schwatzen“
-ad-andauernde oder wiederholte Handlungmartelado, legadi„Hämmern, fortlaufend lesen“
-aĵ-konkretes Ding; Fleisch eines Tierestrinkaĵo, dolĉaĵo, porkaĵo„ein Getränk, eine Süßigkeit, Schweinefleisch“
-an-Mitglied, Einwohner, Anhängerklubano, vilaĝano„Klubmitglied, Dorfbewohner“
-ar-Sammlung gleicher Dingearbaro, vortaro„Wald, Wörterbuch“
-ĉj-männliche KoseformJoĉjo (von Johano), paĉjo„Hansi, Papi“
-ebl-kann getan werdenmanĝebla, videbla„essbar, sichtbar“
-ec-Eigenschaft, abstrakter Zustandbeleco, infaneco„Schönheit, Kindheit“
-eg-größer, stärkerdomego, varmega„Villa, Riesenhaus; glühend heiß“
-ej-Ort fürlernejo, kuirejo„Schule, Küche“
-em-Neigungtimema, laborema„furchtsam, arbeitsam“
-end-muss getan werdenpagenda„zu bezahlen“
-er-eine Einheit einer Masseneĝero, monero„Schneeflocke, Münze“
-estr-Leiter, Chefurbestro, ŝipestro„Bürgermeister, Schiffskapitän“
-et-kleiner, schwächerdometo, rideti„Häuschen, lächeln“
-id-Nachkomme, Jungeskatido, reĝido„Kätzchen, Prinz“
-ig-machen, bewirkenpurigi, sidigi„säubern, hinsetzen (jemanden)“
-iĝ-werdenruĝiĝi, sidiĝi„erröten, sich hinsetzen“
-il-Werkzeug, Mitteltranĉilo, ŝlosilo„Messer, Schlüssel“
-in-weiblichpatrino, reĝino„Mutter, Königin“
-ind-wertleginda, fidinda„lesenswert, vertrauenswürdig“
-ing-Halter, in den etwas teilweise hineingesteckt wirdkandelingo, glavingo„Kerzenständer, Schwertscheide“
-ism-Lehre, System, Bewegungkomunismo, anglismo„Kommunismus, Anglizismus“
-ist-Berufstätiger, Anhängerinstruisto, esperantisto„Lehrer, Esperantist“
-nj-weibliche KoseformManjo (von Mario), panjo„Mariechen, Mutti“
-obl--fachduobla, trioble„doppelt, dreifach“
-on-Bruchteilduono, kvarono„Hälfte, Viertel“
-op-Gruppe vonduope, triopo„zu zweit, Trio“
-uj-Behältermonujo, sukerujo„Geldbeutel, Zuckerdose“
-ul-Person mit einer Eigenschaftjunulo, riĉulo„junger Mann, reicher Mensch“
-um-ohne feste Bedeutungkolumo, plenumi„Kragen, erfüllen“

Suffixe nach Bedeutung geordnet

In Gruppen lassen sich die Suffixe leichter merken:

  • Menschen: -an- (Mitglied), -ist- (Berufstätiger), -ul- (Person mit einer Eigenschaft), -estr- (Leiter), -id- (Nachkomme), -in- (weiblich), -ĉj- und -nj- (Kosenamen)
  • Orte und Behälter: -ej- (Ort), -uj- (Behälter), -ing- (Halter)
  • Dinge und Mengen: -aĵ- (konkretes Ding), -il- (Werkzeug), -er- (ein Stück), -ar- (Sammlung)
  • Grad und Haltung: -et- (klein), -eg- (groß), -aĉ- (schlecht), -ec- (Eigenschaft), -em- (Neigung)
  • Handlung: -ad- (andauernd), -ig- (bewirken), -iĝ- (werden), -ebl- (möglich), -ind- (würdig), -end- (erforderlich)
  • Zahlen: -obl-, -on-, -op- (siehe Zahlen)
  • Sonstiges: -ism- (Lehre), -um- (ohne feste Bedeutung)

Suffixe sind auch Wörter

Jedes Suffix kann eine Endung annehmen und als gewöhnliche Wurzel dienen: ejo „Ort“, ilo „Werkzeug“, ano „Mitglied“, aro „Gruppe“, ero „Teilchen“, estro „Leiter“, eta „winzig“, ega „riesig“, ege „sehr“, ebla „möglich“, inda „würdig“, aĉa „mies“, igi „bewirken“, iĝi „werden“.

Suffixe stapeln

Mehrere Suffixe können hinter einer Wurzel stehen, das ist der Kern der Wortbildung im Esperanto. Jedes bezieht sich auf alles, was davor steht:

WortTeileBedeutung
malsanulejomal·san·ul·ej·okrank + Person + Ort = „Krankenhaus“
lernejestrolern·ej·estr·olernen + Ort + Leiter = „Schulleiter“
nekredeblane·kred·ebl·anicht + glauben + möglich = „unglaublich“
bopatrinobo·patr·in·oangeheiratet + Vater + weiblich = „Schwiegermutter“
lernWurzellernen
ejSuffixOrt
estrSuffixLeiter, Chef
oEndungSubstantiv

lernejestroSchulleiter

malPräfixGegenteil
sanWurzelgesund
ulSuffixPerson
ejSuffixOrt
oEndungSubstantiv

malsanulejoKrankenhaus

Deutsche Endungen und ihre Entsprechungen

Das Deutsche bildet Wörter ähnlich, nur mit mehr Formen. Viele Esperanto-Suffixe haben ein deutsches Gegenstück:

DeutschEsperantoBeispiel
-in-in-Lehrerin – instruistino
-ist-ist-Esperantist – esperantisto
-ismus-ism-Kommunismus – komunismo
-chen, -lein-et-Häuschen – dometo
-heit, -keit-ec-Schönheit – beleco
-bar, -lich-ebl-essbar – manĝebla
-würdig, -wert-ind-lesenswert – leginda
-sam, -haft-em-arbeitsam – laborema
-er (Einwohner, Mitglied)-an-Berliner – berlinano
-zeug, -gerät-il-Schreibzeug – skribilo
Wort-Sammlung-ar-Wörterbuch – vortaro
-ei, -stätte-ej-Bäckerei – bakejo
-dose, -behälter-uj-Zuckerdose – sukerujo

Falscher Freund: -ig-. Das Suffix -ig- hat nichts mit dem deutschen „-ig“ zu tun („mutig“, „ruhig“, „traurig“). Das deutsche „-ig“ bildet Adjektive, im Esperanto erledigt das -a. -Ig- bedeutet „machen, bewirken“: purigi „rein machen, säubern“.

Anmerkungen zu schwierigen Suffixen

-ig- und -iĝ-. -Ig- bildet ein Verb, das ein Objekt nimmt; -iĝ- eines ohne Objekt. Das Ergebnis hängt von der Wurzel ab: morti „sterben“ → mortigi „töten“; fermi „schließen (etwas)“ → fermiĝi „sich (von selbst) schließen“. Dem deutschen „sich“ in „die Tür öffnet sich“ entspricht -iĝ-: La pordo malfermiĝas. Mehr dazu unter Verben.

-et- und -eg- mit festen Bedeutungen. Manche Wörter haben eine feste Bedeutung, die über „klein“ oder „groß“ hinausgeht: rideti „lächeln“ (nicht nur „ein bisschen lachen“), pordego „Tor“, ŝtrumpeto „Socke“.

-in- und Geschlecht. -In- steht nur für Lebewesen. Viele Wurzeln sind neutral (amiko „Freund“, instruisto „Lehrer“), einige von Haus aus männlich (patro „Vater“, frato „Bruder“). Das PMEG beschreibt ein inoffizielles männliches Suffix -iĉ- (katiĉo „Kater“), das in den 1970er-Jahren vorgeschlagen wurde und von manchen Sprechern benutzt wird.

-ĉj- und -nj- kürzen die Wurzel. Du behältst die ersten ein bis fünf Buchstaben eines Namens: Johano → Joĉjo, Mario → Manjo, patrino → panjo. Das sind die einzigen Affixe, die die Wurzel kürzen.

-uj- und Ländernamen. Das Fundamento benutzte -uj- auch für Obstbäume (pomujo „Apfelbaum“) und Länder (Francujo „Frankreich“). Heute ist pomarbo üblicher, und viele Sprecher sagen Francio mit dem inoffiziellen Suffix -i-. Die Akademio bestätigte 2023, dass -i- weiterhin nicht offiziell ist.

-um- hat keine eigene Bedeutung. Lerne jedes Wort einzeln: kolumo „Kragen“, aerumi „lüften“, plenumi „erfüllen“.

Inoffizielle Suffixe

Diese Suffixe sind keine offiziellen Affixe. Sie stammen weder aus dem Fundamento noch aus einem Beschluss der Akademio, doch Wörter mit ihnen sind in Medizin, Wissenschaft und Alltagstexten verbreitet, und viele stehen in Wörterbüchern. Das PMEG beschreibt 36 davon. Die Tabelle folgt der alphabetischen Reihenfolge des PMEG. Die seltensten, meist experimentellen Suffixe, etwa -ab-, -iĉ-, -ip- und -uk-, kennzeichnet das PMEG als im PIV-Wörterbuch fehlend.

Verwechsle sie nicht mit den offiziellen Suffixen. -ism- (Zweite Offizielle Ergänzung, 1919), -end- (Beschluss der Akademio, 1953) und -aĉ- (Erste Offizielle Ergänzung, 1909) sind offiziell. -i-, -iv- und -oz- sind es nicht.

Mehrere inoffizielle Suffixe haben dieselbe Form wie offizielle Elemente, achte also auf den Zusammenhang:

  • das medizinische -it- „Entzündung“ und das Partizip-Suffix -it-
  • -al- und -en- in der Biologie sowie die Präpositionen al und en
  • -ol- in der Musik und die Konjunktion ol „als“
  • -e- und die Adverbendung, -i- und die Infinitivendung, -j- und die Pluralendung
SuffixBedeutungBeispielAnmerkung
-ab-fest installierte Anlagetrinkabo „Trinkbrunnen“Experimentell. Das PMEG rät, es zu meiden: Nimm trinkilo oder trinkfontano.
-ac-Pflanzenfamilie (lat. -aceae)rozacoj „die Rosengewächse“Nur botanische Namen.
-al-Pflanzenordnung (lat. -ales)rozaloj „die Rosenartigen“Nur botanische Namen. Wörter wie speciala „besonders“ sind einzelne Wurzeln.
-anc-physikalische Größeimpedanco „Impedanz“Das PMEG sieht solche Wörter lieber als einzelne Wurzeln, wie substanco „Substanz“.
-ari-Zahlensystemduaria „binär“In der Praxis nicht benutzt. Üblich ist duuma mit -um-.
-ator-, -ador-Apparatkalkulatoro „Rechner“Wörter auf -ator- sind meist entlehnte einzelne Wurzeln. Das PMEG bevorzugt -il- oder aparato. -Ador- kollidiert mit adori „anbeten“.
-e-Pflanzentribus (lat. -eae); vorgeschlagen: Farbeasklepiadeoj „die Tribus der Seidenpflanzen“, rozea „rosenfarben“Die Bedeutung „Farbe“ wurde 1986 vorgeschlagen und ist kaum in Gebrauch. Sag rozkolora.
-ed-Tierfamilie (lat. -idae)cervedoj „die Familie der Hirsche“Nur zoologische Namen.
-en-Tierunterfamilie (lat. -inae)lutrenoj „die Unterfamilie der Otter“Nur zoologische Namen.
-enz-Substanz, die wirktsolvenzo „Lösungsmittel“Experimentell, vor allem in der Chemie. Normalerweise -il- oder -aĵ-.
-esk-ähnlich, im Stil vonjapaneska „im japanischen Stil“Selten. Üblicher sind -ec-, ŝajn- oder simil-.
-i-Land (vom Namen des Volkes)Francio „Frankreich“, Japanio „Japan“Sehr verbreitet, parallel zum offiziellen -uj- (Francujo). Trotzdem inoffiziell; siehe die Anmerkung zu -uj- oben.
-iĉ-männlichkatiĉo „Kater“, najbariĉo „männlicher Nachbar“Der populärste solche Vorschlag (seit etwa 1976). Die meisten Sprecher benutzen weiter vira oder vir-.
-if-sich verwandeln invarmifi „sich in Wärme verwandeln“Vorgeschlagenes Fachsuffix, kaum benutzt. Üblich ist -ig-.
-ik-Fachgebiet, Wissenschaft, Handwerkmatematiko „Mathematik“, fiziko „Physik“Das PMEG behandelt solche Wörter meist als einzelne Wurzeln.
-ilion-sehr große Zahlenduiliono „10¹², eine Million Millionen (deutsch: Billion)“Meist von Mathematikern benutzt. Im Alltag genügen miliono und miliardo.
-iliard-das Tausendfache der -ilion--Zahlduiliardo „10¹⁵ (deutsch: Billiarde)“Gleiche Verwendung wie -ilion-.
-ip-nichtbinäre Personamikipo „nichtbinäre befreundete Person“2019 vorgeschlagen und nur experimentell.
-istan-Land (vom internationalen -stan)Afganistano „Afghanistan“Nur benutzen, wo es eine internationale Form auf -stan gibt. Das PMEG bevorzugt Afganujo oder Afganio.
-it-Entzündungbronkito „Bronchitis“, nefrito „Nephritis“Medizin. Außerhalb davon rät das PMEG zum eigenen Wort inflamo.
-iv-fähig zu, imstande zuproduktiva „produktiv“, kreiva „kreativ“Ziemlich gebräuchlich. Es bedeutet aktive Fähigkeit, anders als -ebl-. Das PMEG schlägt -em-, -pov- oder -kapabl- vor, wo es auf Klarheit ankommt.
-iz-bedecken mit; nach einer Methode behandelnkuprizi „mit Kupfer überziehen“, pasteŭrizi „pasteurisieren“Das PMEG behandelt die meisten solchen Wörter als einzelne Wurzeln. Einfache Verben sind oft besser.
-j-, -pj-geschlechtsneutrale Koseform; Koseform für eine nichtbinäre PersonAlejo, Alepjo (von Alekso)Experimentell. Sie funktionieren wie die offiziellen -ĉj- und -nj-. -J- stammt von 1932 und wurde um 2010 wiederbelebt, -pj- von 2019.
-nomial-Ausdruck mit n Gliederndunomialo „Binom“Meiden. Sag dutermo.
-ofon-Sprecher einer Spracheesperantofono „Esperanto-Sprecher“Überflüssig. Das Wort ist esperantisto.
-oid-, -ojd-ähnlich wieasteroido „Asteroid“, elipsoido „Ellipsoid“Wissenschaft. Die meisten solchen Wörter sind einzelne Wurzeln.
-ol-musikalische Rhythmusgruppetriolo „Triole“Nur Musik.
-olog-Fachmannpsikologo „Psychologe“Nur wenn es ein passendes internationales Wort gibt. Sonst -ist-.
-ologi-Wissenschaft, Fachgebietpsikologio „Psychologie“, kancerologio „Krebsforschung, Onkologie“Gleiche Regel wie bei -olog-.
-ometr-Messgerätbarometro „Barometer“Oft einzelne Wurzeln. Neue Wörter kollidieren leicht mit metro „Meter“, daher bevorzugt das PMEG mezurilo: pluvomezurilo „Regenmesser“.
-ometri-wissenschaftliche Messungfotometrio „Fotometrie“Für neue Wörter bevorzugt das PMEG mezurado: altomezurado „Höhenmessung“.
-otek-Sammlung, Ort für eine Sammlungbiblioteko „Bibliothek“Echte Wörter dieser Art sind einzelne Wurzeln, und biblioteko hat nichts mit Biblio „Bibel“ zu tun. Für neue Wörter sag kolekto: librokolekto.
-oz-Krankheit, Störung; „voll von“sklerozo „Sklerose“, mikozo „Pilzinfektion“Medizin und Botanik. Die Bedeutung „voll von“ ist weniger etabliert. Das PMEG bevorzugt Zusammensetzungen mit malsano wie virusmalsano.
-t-musikalisches Intervallkvinto „Quinte“, okto „Oktave“Musik. Es folgt auf ein Zahlwort.
-tet-Stück für n Musikerkvarteto „Quartett“Viele solche Wörter gibt es als einzelne Wurzeln. Das PMEG bevorzugt -op- für die Gruppe (kvaropo) und -aĵ- für das Stück (kvaropaĵo).
-uk-kastriertes männliches Tierbovuko „Ochse“Kaum benutzt. Normalerweise eks-: eksvirkato „kastrierter Kater“.

Für Deutschsprachige: Viele dieser Suffixe erkennst du als internationale Endungen wieder. -it- entspricht dem deutschen „-itis“ (Bronchitis), -oz- dem „-ose“ (Sklerose), -iv- dem „-iv“ (produktiv, kreativ), -ologi- dem „-logie“ und -olog- dem „-loge“ (Psychologie, Psychologe), -ometr- dem „-meter“ (Barometer), -otek- dem „-thek“ (Bibliothek), -iz- dem „-isieren“ (pasteurisieren) und -ik- dem „-ik“ (Mathematik, Physik). Auch hier gilt: In Wörtern, die es international schon gibt, sind sie gebräuchlich; zum Prägen neuer Wörter rät das PMEG meist zu Esperanto-Elementen.

Beispiele in Sätzen

  • La lernejo troviĝas apud la preĝejo. – „Die Schule liegt neben der Kirche.“
  • Mia fratino estas instruistino. – „Meine Schwester ist Lehrerin.“
  • Tio estis vera domego! – „Das war ein richtiges Riesenhaus!“
  • Ni loĝas en dometo apud la lago. – „Wir wohnen in einem Häuschen am See.“
  • Ĉi tiu akvo ne estas trinkebla. – „Dieses Wasser ist nicht trinkbar.“
  • Mi ne manĝas dolĉaĵojn. – „Ich esse keine Süßigkeiten.“
  • La pluvo malsekigis niajn vestojn. – „Der Regen hat unsere Kleider nass gemacht.“
  • La akvo varmiĝas. – „Das Wasser wird warm.“
  • Ŝia beleco surprizis ĉiujn. – „Ihre Schönheit hat alle überrascht.“
  • La kantado de la birdoj vekis min. – „Der Gesang der Vögel hat mich geweckt.“

Häufige Fragen

Wie viele Suffixe hat Esperanto?

31 offizielle Suffixe, dazu sechs Partizip-Suffixe (-ant-, -int-, -ont-, -at-, -it-, -ot-). Das PMEG beschreibt außerdem 36 inoffizielle.

Was bedeutet -ej- im Esperanto?

-Ej- bedeutet „ein Ort für“: lernejo „Schule“, kuirejo „Küche“, preĝejo „Kirche“ (Ort des Gebets).

Was ist der Unterschied zwischen -ig- und -iĝ-?

-Ig- bedeutet „bewirken, dass etwas mit etwas geschieht“: purigi la ĉambron „das Zimmer säubern“. -Iĝ- bedeutet „werden“: la ĉambro puriĝis „das Zimmer wurde sauber“.

Ist -ig- das deutsche Suffix -ig?

Nein. Das deutsche „-ig“ bildet Adjektive (mutig, ruhig); das Esperanto-Suffix -ig- bedeutet „machen, bewirken“ und bildet Verben.

Welche Suffixe kamen nach 1905 hinzu?

Drei: -aĉ- (Erste Offizielle Ergänzung, 1909), -ism- (Zweite Offizielle Ergänzung, 1919) und -end- (Beschluss der Akademio, 1953).

Ist -i- in Francio ein offizielles Suffix?

Nein. Es wird weithin für Ländernamen benutzt, doch die Akademio hat es nicht offiziell gemacht und das 2023 wiederholt.

Ist -iv- ein offizielles Esperanto-Suffix?

Nein. -iv- „fähig zu“ (produktiva „produktiv“, kreiva „kreativ“) ist inoffiziell, aber ziemlich gebräuchlich. Das PMEG schlägt -em-, -pov- oder -kapabl- vor, wo es auf Klarheit ankommt.

Was bedeuten -oz- und -it- in medizinischen Wörtern?

-oz- bezeichnet eine Krankheit oder Störung (sklerozo „Sklerose“) und -it- eine Entzündung (bronkito „Bronchitis“). Beide sind inoffiziell und werden vor allem in der Fachsprache benutzt. Das medizinische -it- ist nicht das Partizip-Suffix -it-.

Quellen

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