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Redewendungen

Natur auf Esperanto: Baum, Fluss, Berg und Himmel

Lerne die Wörter für Landschaft, Pflanzen und Himmel und dazu ein paar Wortteile, die aus „Baum“ einen Wald und aus „Fluss“ einen Bach machen.

Aktualisiert: 5 Min. Lesezeit

Auf Esperanto ist ein Baum arbo, ein Fluss rivero, ein Berg monto, eine Blume floro und die Sonne suno. Naturwörter sind gewöhnliche Substantive auf -o, und ein paar Wortteile vervielfachen sie: arbo plus -ar- ergibt arbaro „Wald“, rivero plus -et- ergibt rivereto „Bach“. Die Umschrift teilt die Wörter in Silben, schreibt sie mit deutschen Buchstaben (ĉ = tsch, ĝ = dsch, ĵ = zh, ŝ = sch, c = z, z = stimmhaftes „s“, v = w, s vor Vokal, p oder t als „ß“) und zeigt die betonte Silbe in Großbuchstaben; sie ist immer die vorletzte (siehe das Alphabet).

Landschaft und Wasser

DeutschEsperantoAussprache
Naturnaturona-TU-ro
Landschaftpejzaĝopej-SA-dscho
BergmontoMON-to
Gebirgemontaromon-TA-ro
Hügelmonteto, altaĵomon-TE-to, al-TA-zho
Vulkanvulkanowul-KA-no
Ebeneebenaĵoe-be-NA-zho
FeldkampoKAM-po
Wieseherbejoher-BE-jo
Waldarbaroar-BA-ro
Dschungelĝangalodschan-GA-lo
Wüstedezertode-SER-to
SumpfmarĉoMAR-tscho
Weg, PfadpadoPA-do
Flussriverori-WE-ro
Bachriveretori-we-RE-to
QuellefontoFON-to
Wasserfallakvofaloak-wo-FA-lo
SeelagoLA-go
MeermaroMA-ro
Ozeanoceanoo-ze-A-no
Küste, Meeresufermarbordomar-BOR-do
StrandplaĝoPLA-dscho
SandsabloSSA-blo
Inselinsuloin-SSU-lo
Archipel, Inselgruppeinsularoin-ßu-LA-ro
Gletscherglaĉerogla-TSCHE-ro
FelsrokoRO-ko

ReVo definiert monteto als einen niedrigen, kleinen Berg, meist mit flachem oder rundem Gipfel, und altaĵo als einen Ort, der deutlich über dem normalen Bodenniveau liegt. Ein kampo ist zunächst ebenes Land, das bebaut wird oder bebaut werden kann, und eine herbejo ist ein Ort, wo wildes oder angebautes Gras wächst. Ein marĉo ist schlammiger Boden unter flachem, stehendem Wasser, und ein pado ein unbefestigter Weg, den Fußgänger, Reiter oder Radfahrer ausgetreten haben.

Pflanzen und Bäume

DeutschEsperantoAussprache
BaumarboAR-bo
Strauch, Buscharbustoar-BUS-to
BlumefloroFLO-ro
GrasherboHER-bo
Blattfoliofo-LI-o
Ast, ZweigbranĉoBRAN-tscho
StammtrunkoTRUN-ko
Wurzelradikora-DI-ko
Knospeburĝonobur-DSCHO-no
SamensemoSSE-mo
FruchtfruktoFRUK-to
Pflanzevegetaĵo, kreskaĵowe-ge-TA-zho, kres-KA-zho
MoosmuskoMUS-ko
PilzfungoFUN-go
RoserozoRO-so
EichekverkoKWER-ko
KieferpinoPI-no
Birkebetulobe-TU-lo
Weide (Baum)salikoßa-LI-ko
Apfelbaumpomarbo, pomujopo-MAR-bo, po-MU-jo

ReVo definiert arbo als mehrjährige Holzpflanze mit hohem Stamm, der sich oben verzweigt, und arbusto als eine, die sich von unten her verzweigt. Ein Baum kann nach seiner Frucht benannt werden: ReVo sagt, der Baum, an dem Äpfel wachsen, sei ein pomujo oder pomarbo. Kreskaĵo „etwas, das wächst“ ist ein Synonym von vegetaĵo. Tiere haben eine eigene Seite: siehe Tiere.

Himmel, Sonne und die Elemente

DeutschEsperantoAussprache
Himmelĉielotschi-E-lo
SonnesunoSSU-no
MondlunoLU-no
SternsteloSSTE-lo
WolkenuboNU-bo
Horizonthorizontoho-ri-SON-to
Erde, BodenteroTE-ro
WasserakvoAK-wo
FeuerfajroFAJ-ro
Luftaeroa-E-ro
Morgendämmerungaŭroroau-RO-ro
Dämmerung, Abenddämmerungkrepuskokre-PUS-ko
Sonnenaufgangsunleviĝosun-le-WI-dscho
Sonnenuntergangsunsubirosun-ßu-BI-ro
Sonnenscheinsunbrilosun-BRI-lo
Regenbogenĉielarkotschi-e-LAR-ko

Tero deckt drei Dinge ab: den Planeten, festen Boden (im Gegensatz zu Wasser) und Erdreich, ganz wie das deutsche „Erde“. Für den Planeten als Ganzes ergänzt ReVo terglobo „Erdkugel“. Aŭroro ist die Morgendämmerung, krepusko das schwache Licht nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Regen, Schnee, Wind und die Jahreszeiten stehen auf der Seite Wetter und Jahreszeiten.

Wie werden Naturwörter gebildet?

WortteilBedeutungBeispiele
-ar-eine Gruppe vieler gleichartiger Dingearbaro Wald, montaro Gebirge, insularo Inselgruppe, stelaro Sternbild, foliaro Laub
-et-klein, schwachmonteto Hügel, rivereto Bach, lageto Teich, arbeto kleiner Baum
-eg-groß, starkriverego großer, starker Fluss, ŝtonego riesiger, unbeweglicher Stein, ventego Sturm
-ej-Ortherbejo Wiese, glaciejo Gletscher (PMEG: ungefähr glaĉero), promenejo Promenade, sablejo sandige Stelle
-aĵ-konkretes Dingaltaĵo Anhöhe, ebenaĵo Ebene, kreskaĵo Pflanze
sen-ohnesennuba wolkenlos, senakva wasserlos
pra-ur-praarbaro Urwald

Das PMEG nennt arbo → arbaro als Beispiel für -ar- und sagt, -ej- könne auch einen natürlichen Ort bezeichnen, an dem etwas reichlich vorkommt: herbejo, sablejo, glaciejo. Mehr unter Suffixe und Präfixe.

Vieles davon kennst du aus dem Deutschen. -ar- wirkt wie die Vorsilbe „Ge-“ („Berg“ → „Gebirge“, „Busch“ → „Gebüsch“), -et- wie „-chen“ und „-lein“ („Bach“ → „Bächlein“), pra- wie „Ur-“ („Urwald“). Die Größenabstufung „Bach – Fluss – Strom“ bildet das Esperanto mit rivereto – rivero – riverego.

Gegensätze und Zusammensetzungen

DeutschEsperantoAussprache
hoch, niedrigalta, malaltaAL-ta, mal-AL-ta
tief, flachprofunda, malprofundapro-FUN-da, mal-pro-FUN-da
breit, schmallarĝa, mallarĝaLAR-dscha, mal-LAR-dscha
lang, kurzlonga, mallongaLON-ga, mal-LON-ga
nah, fernproksima, malproksimaprok-SSI-ma, mal-prok-SSI-ma
trocken, nassseka, malsekaSSE-ka, mal-SSE-ka
steigen, sinkenleviĝi, malleviĝile-WI-dschi, mal-le-WI-dschi

Die Vorsilbe mal- bildet Gegensätze, und viele Naturwörter sind Zusammensetzungen, bei denen das Hauptwort zuletzt steht, genau wie im Deutschen: akvofalo ist „Wasser-fall“, sunleviĝo „Sonnen-aufgang“, sunsubiro „Sonnen-untergang“, ĉielarko „Himmels-bogen“, marbordo „Meeres-rand“, sunbrilo „Sonnen-schein“ und pluvarbaro „Regen-wald“. Akvofalo hat ein verbindendes -o-, sunleviĝo nicht; wann man es setzt, steht unter Wortbildung.

Verben für die Natur

DeutschEsperantoAussprache
wachsen (Pflanzen, Lebewesen)kreskiKRES-ki
blühenfloriFLO-ri
zu blühen beginnenekfloriek-FLO-ri
keimen, sprießenĝermiDSCHER-mi
fließenfluiFLU-i
scheinen, leuchtenbriliBRI-li
aufgehen (Sonne, Mond)leviĝile-WI-dschi
untergehen (Sonne, Mond)subirißu-BI-ri
wehen (Wind)bloviBLO-wi
fallenfaliFA-li
austrocknensekiĝiße-KI-dschi
rot werdenruĝiĝiru-DSCHI-dschi

Kreski hat kein Objekt. Wenn du selbst etwas anbaust, nimm kultivi „anbauen, ziehen“: Mi kultivas florojn „Ich ziehe Blumen“. ReVo definiert flori als Blüten tragen und subiri, von Sonne und Sternen gesagt, als unter den Horizont gehen.

Für einen Ausflug ins Freie brauchst du ein paar weitere Verben: promeni „spazieren gehen“, piediri „zu Fuß gehen“, ekskursi „einen Ausflug machen“, grimpi „klettern“, tendumi „zelten“ (in einem Zelt wohnen), naĝi „schwimmen“ und ripozi „sich ausruhen“. Siehe auch die Reisesätze.

Natur in Sätzen

EsperantoDeutsch
Ni promenis en la arbaro.Wir sind im Wald spazieren gegangen.
Ni iris en la arbaron.Wir sind in den Wald gegangen.
La rivero fluas al la maro.Der Fluss fließt zum Meer.
Ni tendumis apud la lago.Wir haben am See gezeltet.
Kiom alta estas tiu monto?Wie hoch ist dieser Berg?
La lago estas profunda, sed la rivero estas malprofunda.Der See ist tief, aber der Fluss ist flach.
Printempe la arboj ekfloras kaj la herbo kreskas.Im Frühling beginnen die Bäume zu blühen, und das Gras wächst.
Vespere la suno subiras kaj la ĉielo ruĝiĝas.Abends geht die Sonne unter, und der Himmel färbt sich rot.
Nokte la luno brilas, kaj ni vidas multajn stelojn.Nachts scheint der Mond, und wir sehen viele Sterne.
Mi ŝatas promeni en la naturo.Ich gehe gern in der Natur spazieren.

Vergleiche die ersten beiden Sätze. En la arbaro nennt den Ort, an dem man spazieren geht, während en la arbaron mit dem Akkusativ -n die Bewegung in den Wald hinein zeigt (PMEG). Das kennst du von den deutschen Wechselpräpositionen: „im Wald“ (Dativ, Ort) gegen „in den Wald“ (Akkusativ, Richtung). Im Esperanto zeigt allein das -n am Substantiv den Unterschied; der Artikel la bleibt unverändert. Das Wort al zeigt die Richtung schon, deshalb steht bei al la maro kein -n.

Hinweise für Deutschsprachige

  • Zwei Wörter für „See“. Das Deutsche braucht dasselbe Wort für zwei Dinge: der See (Binnengewässer) und die See (das Meer). Das Esperanto trennt sie: lago ist der See, maro das Meer.
  • Zwei Wörter für „Weide“. Die Weide als Baum ist saliko, die Weide für Tiere ist paŝtejo (ReVo übersetzt beide mit „Weide“). Die Wiese, ein Ort mit wildem oder angebautem Gras, ist herbejo.
  • Kiefer, Fichte, Tanne. Das Deutsche unterscheidet drei Nadelbäume, ReVo ebenfalls: pino ist die Kiefer, piceo die Fichte und abio die Tanne.
  • Trocknen. Das deutsche „trocknen“ gilt für beides, für „etwas trocknen“ und „trocken werden“. Das Esperanto trennt: sekiĝi „austrocknen“ (von selbst) und sekigi „trocknen“ (etwas). Siehe -ig- und -iĝ-.
  • Bekannte Wörter. Viele Naturwörter sind international: naturo, vulkano, oceano, horizonto, fungo, radiko. Lies sie lautgetreu: oceano mit c = „z“ (o-ze-A-no), horizonto mit z = stimmhaftem „s“ (ho-ri-SON-to).
  • Aussprache bei st und kv. Auch hier gilt: stelo (SSTE-lo) beginnt nicht mit „scht“ wie das deutsche „Stern“. Und kv spricht man wie das deutsche „qu“ in „Quelle“: akvo AK-wo, kverko KWER-ko.

Häufige Fragen

Wie sagt man „Baum“ auf Esperanto?

Arbo, Plural arboj. Viele Bäume zusammen sind ein arbaro „Wald“, ein kleiner Baum ist ein arbeto. Ein Apfelbaum ist ein pomarbo oder pomujo.

Wie sagt man „Natur“ auf Esperanto?

Naturo. Das Adjektiv ist natura „natürlich“, und sovaĝa bedeutet wild, naturnah.

Wie sagt man „Wald“ auf Esperanto?

Arbaro, von arbo „Baum“ plus -ar- „Gruppe vieler“. Ein Urwald ist ein praarbaro, ein dichter tropischer Wald ein ĝangalo oder pluvarbaro.

Wie sagt man „Erde“ auf Esperanto?

Tero bedeutet den Planeten, festen Boden und Erdreich. Der Planet als Kugel heißt auch terglobo.

Wie sagt man „Sonnenaufgang“ und „Sonnenuntergang“ auf Esperanto?

Sunleviĝo und sunsubiro. Als Verben sagst du La suno leviĝas „Die Sonne geht auf“ und La suno subiras „Die Sonne geht unter“.

Wie sagt man „der See“ und „die See“ auf Esperanto?

Der See ist lago, die See oder das Meer ist maro. Lago ist das Binnengewässer, maro das Meer. Ein kleiner See, ein Teich, ist ein lageto.

Wie unterscheidet man Kiefer, Fichte und Tanne auf Esperanto?

Mit drei verschiedenen Wörtern, die ReVo wie das Deutsche trennt: pino ist die Kiefer, piceo die Fichte und abio die Tanne.

Quellen

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