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Redewendungen

Tiere auf Esperanto: Katze, Hund, Pferd und mehr

Kurze Namen für Haus-, Nutz- und Wildtiere und drei kleine Wortteile, die Junge, Weibchen und Männchen bilden.

Aktualisiert: 6 Min. Lesezeit

Das Esperanto-Wort für „Tier“ ist besto. Eine Katze ist kato, ein Hund hundo, ein Pferd ĉevalo, ein Vogel birdo und ein Fisch fiŝo. Tiernamen sind gewöhnliche Substantive auf -o, sie bekommen also -j im Plural (katoj „Katzen“) und -n als Objekt (Mi havas katon „Ich habe eine Katze“). Wortteile bilden dann das Junge (-id-), das Weibchen (-in-) und das Männchen (vir-). Die Umschrift teilt die Wörter in Silben, schreibt sie mit deutschen Buchstaben (ĉ = tsch, ĝ = dsch, ŝ = sch, c = z, v = w, s vor Vokal als „ß“) und zeigt die betonte Silbe in Großbuchstaben; die Betonung liegt immer auf der vorletzten Silbe.

Allgemeine Wörter

DeutschEsperantoAussprache
TierbestoBES-to
Haustier, Heimtierdorlotbesto, hejmbestodor-lot-BES-to, hejm-BES-to
Nutztier, domestiziertes Tierdombestodom-BES-to
Wildtiersovaĝa bestoßo-WA-dscha BES-to
Säugetiermamuloma-MU-lo
Vogel, Fisch, Insektbirdo, fiŝo, insektoBIR-do, FI-scho, in-SSEK-to

Besto bezeichnet normalerweise ein Tier, das kein Mensch ist; das Wörterbuch ReVo nennt eine zweite Bedeutung, die den Menschen einschließt, so wie auch animalo. Vorsicht, ein falscher Freund: besto ist jedes Tier, nicht nur eine wilde „Bestie“. Dombesto ist wörtlich ein „Haustier“ (domo „Haus“ + besto „Tier“) und umfasst auch Nutztiere; ReVo nennt als Beispiele Kühe, Esel, Schweine und Hühner.

Für ein Tier steht meist das Pronomen ĝi „es“ (siehe Pronomen): Mia hundo estas malgranda, sed ĝi bojas laŭte. – „Mein Hund ist klein, aber er bellt laut.“ Das Deutsche wählt „er“, „sie“ oder „es“ nach dem grammatischen Geschlecht („die Katze – sie“); das Esperanto hat kein grammatisches Geschlecht.

Haus- und Nutztiere

DeutschEsperantoAussprache
HundhundoHUN-do
KatzekatoKA-to
Kaninchenkunikloku-NI-klo
HamsterhamstroHAMS-tro
Papageipapagopa-PA-go
Maus, Rattemuso, ratoMU-ßo, RA-to
Pferdĉevalotsche-WA-lo
Eselazenoa-SE-no
Kuhbovinobo-WI-no
SchafŝafoSCHA-fo
ZiegekaproKA-pro
SchweinporkoPOR-ko
HuhnkokoKO-ko
Enteanasoa-NA-ßo
Gansanseroan-SSE-ro
Truthahn, Putemeleagrome-le-A-gro

Warum die Kuh bovino heißt, erklärt der Abschnitt über Rinder weiter unten. Manche Namen erkennst du aus dem Deutschen wieder: hundo „Hund“, kato „Katze“ (oder „Kater“) und ŝafo „Schaf“, wobei ŝ wie „sch“ gesprochen wird.

Wildtiere

DeutschEsperantoAussprache
Löweleonole-O-no
TigertigroTI-gro
Elefantelefantoe-le-FAN-to
BärursoUR-ßo
WolflupoLU-po
FuchsvulpoWUL-po
HirschcervoZER-wo
Haseleporole-PO-ro
WildschweinaproA-pro
Affesimioßi-MI-o
Giraffeĝirafodschi-RA-fo
Kängurukanguruokan-gu-RU-o
Fledermausvespertowes-PER-to
Schlangeserpentoßer-PEN-to
FroschranoRA-no
Krokodilkrokodilokro-ko-DI-lo
Schildkrötetestudotes-TU-do

Wo das Englische zwei Wörter hat, hat das Esperanto manchmal eins – wie das Deutsche: simio ist der „Affe“ (ob Meerkatze oder Menschenaffe), testudo die „Schildkröte“ (ob an Land oder im Wasser). Kaninchen und Hase bleiben getrennt: kuniklo und leporo. Apro ist ein Wildschwein; ein männliches Hausschwein ist virporko („Eber“). Bei vielen Wildtieren hilft das Deutsche: tigro, elefanto, krokodilo, pingveno und kanguruo kennst du fast unverändert, nur die Endung -o ist neu. Das ĝ in ĝirafo spricht man aber „dsch“ (dschi-RA-fo), nicht wie das harte g in „Giraffe“.

Vögel

DeutschEsperantoAussprache
AdleragloA-glo
EulestrigoSSTRI-go
Krähe, RabekorvoKOR-wo
Spatzpaseropa-SSE-ro
Taubekolomboko-LOM-bo
SchwancignoZIG-no
Pinguinpingvenoping-WE-no
Kuckuckkukoloku-KO-lo
ElsterpigoPI-go

Achte auf Wörter, die ähnlich klingen: pigo ist eine Elster, kein Schwein (porko), und der Kuckuck ist kukolo, nicht kuko – das ist der „Kuchen“. Korvo deckt Krähen und Raben ab (ReVo: die Gattung Corvus), die Nebelkrähe heißt korniko. Das Deutsche unterscheidet „Rabe“ und „Krähe“, das Esperanto nimmt für beide korvo.

Meerestiere, Fische und Insekten

DeutschEsperantoAussprache
HaiŝarkoSCHAR-ko
LachssalmoSSAL-mo
Walbalenoba-LE-no
Delfindelfenodel-FE-no
RobbefokoFO-ko
Krake, OktopuspolpoPOL-po
KrabbekraboKRA-bo
FlusskrebskankroKAN-kro
Bieneabeloa-BE-lo
Ameiseformikofor-MI-ko
Schmetterlingpapiliopa-pi-LI-o
FliegemuŝoMU-scho
StechmückekuloKU-lo
Spinnearaneoa-ra-NE-o
Schneckehelikohe-LI-ko

Kankro ist ein Flusskrebs, keine Krabbe. Alle anderen Tiere findest du im Wörterbuch. Farbadjektive funktionieren wie gewohnt (siehe Farben): nigraj katoj „schwarze Katzen“.

Kuh, Stier, Ochse und Kalb

Bovo ist die Tierart, das Rind, und bovino ist das weibliche bovo: die Kuh. Es bedeutet nicht „bovin“; das Adjektiv „vom Rind“ ist bova. ReVo nennt als Quelle für bovino und bovido „Kalb“ das Wörterbuch des Fundamento, die Universala Vortaro. Wie im Deutschen („Rind“ – „Kuh“ – „Stier“ – „Kalb“) ist bovo der Oberbegriff.

DeutschEsperantoAusspracheAnmerkung
Rind (die Tierart)bovoBO-woDer Plural bovoj bezeichnet Rinder beiderlei Geschlechts
Kuhbovinobo-WI-nobov- + -in-, „weiblich“
Stier, Bullevirbovowir-BO-wovir- + bovo. ReVo markiert taŭro als selten
OchseoksoOK-ßoein kastrierter Stier
Kalbbovidobo-WI-dobov- + -id-, „jung“
Rindfleischbovaĵobo-WA-zhoFleisch eines bovo
Kuhstallbovejobo-WE-jobov- + -ej-, „Ort“

Traditionell hängt man -in- an, wann immer man ein Weibchen meint, deshalb kann bovo neben bovino wie „Stier“ klingen. Das PMEG beschreibt dieselbe Gewohnheit bei koko und kokino. Der Plural schließt trotzdem beide Geschlechter ein, und immer mehr Sprecher hängen -in- nicht mehr automatisch an. Beide Wege sind korrekt.

Junge, Weibchen und Männchen

Tierwurzeln sind geschlechtsneutral: kato kann jede Katze sein. Drei Hilfsmittel sagen mehr.

TierJunges (-id-)Weibchen (-in-)Männchen (vir-)
hundo Hundhundido Welpehundino Hündinvirhundo Rüde
kato Katzekatido Kätzchenkatino weibliche Katzevirkato Kater
ĉevalo Pferdĉevalido Fohlenĉevalino Stutevirĉevalo Hengst
ŝafo Schafŝafido Lammŝafino Mutterschafvirŝafo Widder
kapro Ziegekaprido Zickleinkaprino Geiß, weibliche Ziegevirkapro Ziegenbock
porko Schweinporkido Ferkelporkino Sauvirporko Eber
koko Huhnkokido Kükenkokino Hennevirkoko Hahn
bovo Rindbovido Kalbbovino Kuhvirbovo Stier

-id- kennzeichnet das Junge eines Tieres (PMEG). -in- macht ein Weibchen. Beide können auch allein als Wurzeln stehen: ido ist „ein junges Tier“ und ino „ein Weibchen“. Die Betonung wandert mit: KA-to → ka-TI-do, ka-TI-no, aber vir-KA-to.

Die Nachsilbe -in- kennst du aus dem Deutschen: „Löwin“, „Füchsin“, „Wölfin“ und „Hündin“ entstehen genauso wie leonino, vulpino, lupino und hundino. Für Junge hat das Deutsche dagegen eigene Wörter (Welpe, Fohlen, Küken, Kalb) oder die Verkleinerung auf „-chen“ („Kätzchen“); das Esperanto bildet sie regelmäßig mit -id-.

Vir- ist kein offizielles Präfix und steht auch nicht auf der Liste der 29 inoffiziellen des PMEG. Es ist die Wurzel viro „Mann“, vor eine andere Wurzel gesetzt wie in jeder Zusammensetzung. Du kannst auch das Adjektiv benutzen: vira kato. Einige Wurzeln bedeuten schon ein männliches Tier: boko „Bock“, stalono „Hengst“, kapono „Kapaun“, okso und taŭro (PMEG). Manche Sprecher verwenden das inoffizielle Suffix -iĉ-, wie in katiĉo; das PMEG nennt es den beliebtesten solchen Vorschlag, doch die meisten bleiben bei vir-. Mehr zu Präfixen und Suffixen.

Orte, Gruppen und Fleisch

Weitere Suffixe passen gut zu Tieren; das ganze System steht unter Wortbildung.

WortteilBedeutungBeispiele
-ej-Ort fürĉevalejo „Pferdestall“, kokejo „Hühnerstall“, hundejo „Hundehütte, Zwinger“, porkejo „Schweinestall“
-ar-Gruppeŝafaro „Schafherde“, bovaro „Rinderherde“, birdaro „Vogelschwarm“, abelaro „Bienenvolk“, bestaro „Fauna, Tierwelt“
-aĉ-schlechte Qualität, Verachtungĉevalaĉo „Gaul“, hundaĉo „Köter“
-et-kleinerĉevaleto „kleines Pferd“
-aĵ-Fleischporkaĵo „Schweinefleisch“, bovaĵo „Rindfleisch“

Das eigene Wort grego bedeutet jede Herde: grego da ŝafoj „eine Schafherde“. -Aĉ- drückt Verachtung aus, setze es also mit Vorsicht ein. Das Prinzip kennst du von deutschen Zusammensetzungen wie „Pferdestall“, „Schafherde“ und „Schweinefleisch“; im Esperanto übernehmen Nachsilben diese Aufgabe.

Tierlaute

Das allgemeine Verb für den Ruf eines Tieres ist bleki: La ŝafoj blekas. – „Die Schafe blöken.“ Viele Tiere haben auch ein eigenes Verb. ReVo nennt das Muster Tier + -e + bleki, etwa bove bleki „muhen“ und porke bleki „grunzen“.

TierVerbAusspracheLautwort
Hundboji „bellen“BO-jiboj!
Katzemiaŭi „miauen“, ronroni „schnurren“mi-AU-i, ron-RO-nimiaŭ!
Kuh, Löwemuĝi „muhen, brüllen“MU-dschimu!
Pferdheni „wiehern“HE-ni
Eseliai „iahen“i-A-iia!
Schafbleki „blöken“BLE-kibe!
Schweingrunti „grunzen“GRUN-tigrunt!
Hahnkokeriki „krähen“ko-ke-RI-kikikeriki!
Hennekluki „gackern, glucken“KLU-kikluk kluk!
Ente, Gansgaki „quaken, schnattern“GA-kigik gak!
Froschkvaki „quaken“KWA-kikvak!
Küken, kleiner Vogelpepi „piepsen“PE-pikvivit!
Euleululi „rufen, heulen“u-LU-lihu hu!
Biene, Fliegezumi „summen, brummen“SU-mi

Das PMEG nennt Lautwörter den wildesten Teil jeder Sprache, deshalb schwankt die Schreibung. Für den Truthahn führt es glu glu glu auf. Manche erkennst du aus dem Deutschen wieder: kikeriki ist wie bei uns, miaŭ wie „miau“, mu wie „muh“, kvak wie „quak“ und grunt wie „grunz“. Beim Hund weicht das Esperanto ab: Wo das Deutsche „wau-wau“ oder „wuff“ sagt, steht boj.

Tiere in Sätzen

EsperantoDeutsch
Ĉu vi havas dorlotbeston?Hast du ein Haustier?
Mi havas du katojn kaj unu hundon.Ich habe zwei Katzen und einen Hund.
Nia kato havas kvar katidojn.Unsere Katze hat vier Kätzchen.
La bovinoj manĝas herbon sur la kampo.Die Kühe fressen Gras auf dem Feld.
Kiun beston vi plej ŝatas?Welches Tier magst du am liebsten?
Mi vidis elefanton en la zoo.Ich habe im Zoo einen Elefanten gesehen.

Beachte die Objektendung -n (katojn, beston) und den Plural -j. Siehe Substantive und Adjektive.

Häufige Fragen

Wie sagt man „Katze“ auf Esperanto?

Kato (KA-to). Ein Kätzchen ist katido, eine weibliche Katze katino, und der Plural ist katoj. Mi havas katon. – „Ich habe eine Katze.“

Wie sagt man „Hund“ auf Esperanto?

Hundo (HUN-do). Ein Welpe ist hundido, eine Hündin hundino, und bellen heißt boji. Mia hundo bojas. – „Mein Hund bellt.“

Was ist das Esperanto-Wort für „Tier“?

Besto, Plural bestoj. Es gibt auch animalo, das den Menschen einschließt. Ein Haustier ist ein dorlotbesto.

Was heißt „Kuh“ auf Esperanto?

Bovino, das Weibchen von bovo „Rind“. Es ist nicht das Wort für „bovin“, das ist bova. Ein Stier ist virbovo und ein Kalb bovido.

Wie nennt man Jungtiere auf Esperanto?

Hänge -id- an: hundo → hundido „Welpe“, bovo → bovido „Kalb“. Die Betonung wandert auf die Silbe -id-.

Welche Laute machen Tiere auf Esperanto?

Hunde bojas, Katzen miaŭas, Pferde henas, Schafe blekas und Schweine gruntas. Das allgemeine Verb ist bleki.

Quellen

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